Ein Gleichnis.

Liebe Kinder,
Es waren einmal 2 Raben, Ein Er (Krara!), und Eine Sie. (Kra!)
Deren Liebe war so tragisch, und so voller Harmonie.
Als er dem Ei entschlüpfte, da piepste er jammervoll.
Er schluckte erbrochenes Essen, das aus Muttern’s Kehle erquoll.
Doch eines Tages – er war noch nicht Flügge – Da starb die Mutter.
Er sprang aus dem Nest, sein Magen knurrte – er war auf der Suche nach Futter.
Er hatte das Jagen niemals gelernt, So wartet er unter den Nestern,
Das trunkene Raben sich jäh erbrachen, Wie Muttern das tat – noch gestern.
Er aß ihre Kotze – man muss es so sagen.
Doch so hat er’s gelernt. Er konnte nicht klagen.
Sie war nur Still, Als sie das Licht der Welt erblickte.
Das erste was Sie sah, war wie die Mutter dem Vater das Herz herauspickte.
Sie fand dabei nichts, Wie sollte sie auch? Ihr Herz schlug Sekunden und war noch so rein.
Doch ohne Ihr Wissen, und ohne zu ahnen, prägt dieser Moment alle Zeiten ihr Sein.
Sie wuchs rasch heran, zu staatlicher Größe, und flog über Täler und Berge und Meere.
Sie musste Sie füllen, die Lücke im Herzen, Diese um sich greifende Leere.
Sie trank ab und zu, dann später zu weilen, am Ende fast jeden und dann jeden Tag.
Dann erbrach sie sich. Und hörte ein schmatzen. hielt plötzlich inne – als trifft sie der Schlag.
Der Rabe dort unten, der frisst meine Kotze, sie musste fast lachen, fast weinen so dann –
Sie flog zu ihm Runter, Sie sahen sich lange
und zögernd und schweigend
und bald ohne Unterlass an.
Sie liebten sich, noch ohne zu sprechen,  noch ohne es zu zugeben.
Doch bald merkten beide, die brennende Leere, füllt sich ganz zaghaft mit Leben.
Und als der Mond auf seinem Zenit, die beiden taucht in Sanftes Licht,
Da flüstert ers: Ich liebe dich! Ach! Nein! Ach Raabe! Sag es nicht!
Zu spät – Sie hat es nicht gelernt, für Sie ist es Liebe, Doch ihm bringt es Schmerz.
Doch er ist ganz leise. Ihr Gefieder wird Rot. Sie entreißt Ihm das Herz. Der Rabe ist tot.
So lernte sie es, es machte Sie glücklich. Wer weis, vielleicht war das auch Sein Glück?
Sie fliegt, mit seinem Herz im Schnabel, und schaut nie wieder zurück.
Am Himmel erkennt man Ihren Umriss noch klar, bald wird er von Wolken verziert.
Nur selten hat man Liebe so eigen definiert.
Und bis zu Ihrem Tode, blieb sie ihm immer treu.
Beim Anblick seines Herzens, ward Ihre Liebe neu.
Geht schnell ins Bett, Ihr lieben Kinder, und träumt von schönen Dingen.
Und wenn ihr noch nicht schlafen könnt, soll dieses Lied euch jemand singen.

 

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s