Was?

Was ist das für ein Leben?
Für zwanzig Pfennig Trinkgeld gibt man alles.
Für zwanzig Pfennig Lohn gibt man noch mehr.
Für zwanzig trunkne Menschen gibt man 20 Pfennig Trinkgeld.
Für zwanzig Mark pro Kopf gibt man zwanzig Pfennig. Pro Stunde.
Für zwanzig Pfennig gibt’s zwei Kaugummis.
Am Kaugummiautomaten.
Für zwanzig Pfennig.
Ein Schuss, dass weiß man ja, kostet 25 Pfennig. Nichtmal Morden können wir.
20 Pfennig, das macht einen vierfünftel Schuss. Für 20 Pfennig. Das heißt:

Intensivstation. Immerhin. Für 20 Pfennig bleibt man 20 Sekunden auf der Intensivstation. Immerhin!
Schießen ist zu teuer. Schießen tun die anderen. Und wenn die treffen?
Geb ich zwanzig Pfennig!
An der Friedrichstraße kacken kostet 50 Cent.
Ich hab noch zwanzig Pfennig. Und einen Schluck Bier.
Und die Liebe, die die, die für 25 Pfennig schießen, nicht mehr haben. Die auch sonst nichts mehr haben.
Nichts mehr.
Nichts.

(Braucht jemand 20 Pfennig? Ich brauch die nicht.)

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